"zum Wohle - Die Pfalz"

2-tägige Busreise vom 14. bis 15. September 2019

 

1. Tag, Sa. 14.09.2019: BASF - Gemüsebau - Purzelmarkt

Frühe Abfahrt in Creglingen und Fahrt nach Ludwigshafen. Dort erfahren Sie auf einer Werksrundfahrt über das Gelände der BASF spannende Fakten über das weltweit führende Chemieunternehmen. Im Anschluss fahren Sie nach Mutterstadt zur Besichtigung eines Gemüsebaubetriebs. Hier erhalten Sie Tipps und Tricks zu Anbau, Verarbeitung und Selbstvermarktung von Radieschen, Lauchzwiebeln und vielem mehr. Zur Stärkung werden Sie nach kurzer Fahrt mit einem Mittagessen verköstigt, bevor Sie am frühen Nachmittag Ihre Zimmer im 3*** Hotel Soho in Landau beziehen. Von dort aus fahren Sie wenig später nach Billigheim auf das älteste Volksfest der Pfalz, den Billigheimer Purzelmarkt. Die Zeit bis zur Rückfahrt zum Hotel steht Ihnen zur freien Verfügung.

 

2. Tag, So. 15.09.2019: Festumzug - Speyer

Nach dem Frühstück fahren Sie die kurze Strecke nach Billigheim zum Festumzug. Erleben Sie, wie mehr als 40 Gruppen für ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Spektakel sorgen. Stöbern Sie im Anschluss noch etwas auf dem traditionellen Purzelmarkt oder lassen Sie sich von Pferderennen, Trachtentänzen und volkstümlichen Wettbewerben unterhalten. Am Nachmittag fahren Sie in die Domstadt Speyer. Tauchen Sie bei einer Stadtführung in die 2000-jährige Geschichte ein und staunen Sie über den größten erhaltenen Kirchenbau der Welt. Abends werden Sie dann in der Heimat zurück erwartet.

 

Leistungen:

  • Fahrt im modernen Fernreisebus ab/bis Creglingen
  • 1 x Übernachtung im 3*** Hotel Soho
  • 1 x Frühstücksbüffet im Hotel
  • Mittagessen auf der Anreise
  • Werksrundfahrt BASF
  • Besichtigung eines Gemüsenanbaubetriebs
  • Stadtführung Speyer
  • Insolvenz-, Reiserücktrittskosten-, und Reiseabbruchversicherung

 

 

 

 

Reisebericht

Maschinenring östlicher Tauberkreis reiste in die Pfalz und verband Kultur, Bildung und Genuss

 

Am 14.09. fuhren 25 Reisende nach Ludwigshafen zum weltweit führenden Chemieunternehmen BASF. Mit einem Bus ging es durch das 10 km² große Areal mit 2.000 Gebäuden, 230 km Schienennetz, 2.850 km Rohrleitungen und 3 Feuerwehren mit je 200 Mitarbeitern und 50 Löschfahrzeugen. Die BASF ist ein hochattraktiver Arbeitgeber mit vielen Einrichtungen für das Personal und beschäftigt in Ludwigshafen 39.000 Menschen.

 

Begonnen hat das Unternehmen mit synthetischen Farben und Mineraldünger. Mittlerweile umfasst die Produktpalette ca. 1.000 Produkte. Alle wichtigen Chemikalien können selbst hergestellt werden. 2.100 LKWs verlassen täglich das Werk. Rohstoffe werden über 3 Häfen, davon ein Sicherheitshafen für brennbare Rohstoffe, angeliefert.

 

Anschließend ging es nach Mutterstadt zur FeSa Obst- und Gemüsehandels GmbH. Die Inhaberin Heike Fehmel führte durch den Betrieb, den sie mit ihrem Mann mit einer Größe von 25 ha von den Schwiegereltern übernommen haben. Heute bewirtschaftet der Familienbetrieb 240 ha. Man hat sich auf Tomaten, Radieschen, Lauchzwiebeln und Bundzwiebeln spezialisiert. Zudem werden auf 30 ha Himbeeren angebaut, welche die Reisenden beim Gang durch die Folientunnel naschen durften. Von März bis August werden 350 bis 450 Saisonarbeitskräfte sowie 60 fest Angestellte beschäftigt.

 

Im eigenen Hofladen werden Aufstriche, Gemüsezubereitungen, Dips, Saucen und Liköre, die aus Obst und Gemüse, die aufgrund kleiner Schönheitsfehler nicht für den Einzelhandel geeignet sind, verarbeitet werden, vermarktet.

 

Am frühen Abend ging es weiter zum traditionellen Purzelmarkt nach Billigheim, dem ältesten Volksfest der Pfalz. Den Ursprung des Festes bildet die Verleihung der Marktrechte durch Kaiser Friedrich III im Jahr 1450. Vermutlich gab das Purzeln der Buben dem Fest irgendwann seinen Namen. Pfälzer Weine und typische Speisen, wie der Saumagen, Läwwerknepp mit Sauerkraut und weitere Köstlichkeiten wurden genossen bevor man zum Hotel in Landau zurückkehrte, wo auf der Dachterrasse der Tag ausklang.

 

Am Sonntag ging es dann nochmals nach Billigheim zum Purzelmarkt, wo der historische Festumzug mit 42 Gruppen stattfand. Nach dem farbenfrohen und abwechslungsreichen Spektakel vertrieb man sich die Zeit beim Pferderennen und volkstümlichen Wettbewerben, wie Dreibeinlaufen, Wettlaufen, Stangenklettern, Sackhüpfen und Wassertragen auf dem Reitwiesen, bevor man in die Fahrt in die Stadt Speyer, deren Geschichte 10 vor Chr. mit der Errichtung eines Römerlagers begann, antrat.

 

In Speyer wurde die spätbarocke Dreifaltigkeitskirche, deren die bis heute original erhaltene Inneneinrichtung aus Holz ist, besichtigt. Damals waren die Gelder knapp und Holz stand preiswert zur Verfügung. Hervorzuheben sind die Schnitzereien und Bilder, die das Alte und Neue Testament widerspiegeln. Die ausgezeichnete Akustik macht die Kirche für Konzerte sehr beliebt.

 

Die Maschinenringler stiegen hinab in den 10 m tief gelegenen Badeschacht, wo früher die die Juden die nach den Gesetzen vorgeschriebene kultische Reinigung durch Untertauchen in natürliches Wasser vornahmen.

 

Im Anschluss wurde noch der bekannte Dom zu Speyer, das größte romanische Gebäude der Welt, besichtigt. Die Krypta ist Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen, vier Königinnen und einer Reihe von Bischöfen.

 

Zum Abschluss kehrten die Reisenden im Domhof in Speyer ein und ließen das interessante, vielseitige Wochenende Revue passieren, bevor sie wieder die Heimreise antraten.