Herbstreise Italien - südliches Südtirol                     

4-tägige Busreise 18.-21.10.2018

Maschinenring erlebte Südtirol in zauberhaften Herbstfarben

 

Knapp 50 Maschinenringmitglieder machten sich im Oktober auf nach Südtirol. Südtirol hat 569.000 Einwohner, die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus und hatte 4,7 Mio. Gäste im Jahr 2017.

 

Die Reisegruppe startete in aller Frühe vorbei an Memmingen nach Oy-Mittelberg, wo im Landgasthof Rössle ein reichhaltiges Frühstücksbüffet wartete. Über den Brenner erreichte die Gruppe Südtirol. Hier entspannte man sich bei einem Bummel durch die Kleinstadt Sterzing, die nördlichste Stadt Italiens, die sehr hoch in der Nähe bedeutender Pässe liegt und schon immer ein wichtiger Umschlagplatz für Handelswaren in den Alpen war.

 

Am Nachmittag erreichte man das Hotel Teutschhaus in dem beschaulichen Ort Kurtinig (212 m), welches von Obstplantagen umrahmt ist. Zum Hotel gehört auch ein Weingut.

 

Am zweiten Tag traf die Gruppe die vielen bekannte Reiseleiterin Irmgard Lanz. Mit ihr ging es nach Neumarkt, wo ein Bauernmarkt mit regionalen Produkten im Gange war. Auf dem Weg nach Tramin besuchten die Reisenden den in Weinreben eingebetteten Kalterer See, dessen Fläche 1,47 km2 beträgt. Er liegt auf einer Höhe von 215 m  in  einer von einem alten Flussbett der Etsch gebildeten Senke, Weinbau gibt es hier seit 1220.

 

Der bekannte Gewürztraminer verdankt seinem Namen dem über 5000 Jahre alten Dorf Tramin, welches bei einer kurzweiligen Führung erkundet wurde. Es wurde die älteste Dorfkellerei, die sich schon in der 7. Generation befindet, angeschaut. Weiterhin das Wahrzeichen von Tramin, der 1492 fertiggestellte, mit 86 m höchste gemauerte Kirchturm Tirols sowie der Meridian der Vinobarden. Anschließend kredenzte Natalie, die Tochter des Bioweinbaubetriebes Rynnhof mit 2 ha Anbaufläche bei einer Weinprobe die Weine Gewürztraminer, Lagrein und einen Vernatsch.

 

Beeindruckt waren die Maschinenringler von der wohl größten und modernsten Sektkellerei des Landes, Rotari, wo sie in die klassische Methode der italienischen Sektherstellung eingeführt wurden. In Kisten mit 504 Flaschen werden diese gedreht bis sie die vertikale Position mit dem Korken nach unten erreichen und die Hefereste sich im Flaschenhals sammeln. Der elegante, moderne Sekt, der im Herzen der Dolomiten, zwischen Tälern und Hügeln des Trentinos wächst, durfte probiert werden.

 

Am Samstag fuhr man nach Malcesine, dem historischen Hafenstädtchen am Ostufer des Gardasees, am Fuße des Monte Baldo. Ein Spaziergang führte durch die engen Gässchen der Stadt im Umfeld des Castello Scaligero und des Palazzo die Capitani. Am Nachmittag legte die Gruppe mit dem Boot in Limone am anderen Ufer des Gardasees an. Neben einer Entdeckungstour durch das pittoreske Örtchen wurden auch die bekannten Zitronenhäuser besichtigt. Es wird den Mönchen aus dem Franziskanerkloster zugeschrieben, dass sie erstmalig im 13. Jahrhundert Zitronen aus Genua an den Gardasee gebracht haben. Der Zitronengarten "Limonaia del Castèl", der zugleich ein Museum ist, erzählte auf spannende Art und Weise die Geschichte und Kultur von Limone.

Weiter ging es mit dem Boot nach Riva am nördlichen Ende des Sees. Während der Fahrt konnte den unzähligen Windsurfern zugeschaut werden.

Riva war im Altertum eine römische Siedlung; im hohen Mittelalter wurde es zu einem lebhaften Handelsplatz. Der Spaziergang durch die gut erhaltene, gepflegte und verkehrsfreie Altstadt und dem lebhaften Stadtzentrum mit schönen Häusern, Promenaden, hübschen Boutiquen war ein Genuss.

 

Den letzten Abend in Südtirol genoss man bei einem typischen Törggelen-Abend mit zünftiger Musik und Spezialitäten. Die Tradition des Törggelen reicht viele Jahrhunderte zurück.

 

Am letzten Tag brachte der Bus die Gruppe vorbei an Bozen und Meran nach Latsch ins Vinschgau. Frau Gluderer der Firma Südtiroler Kräuter Gold stellte den 4 Generationen Familienbetrieb vor, der seine Felder seit 1990 nach strengen Richtlinien des Bioverbandes „Bund Alternativer Anbauer „ ohne Einsatz von Kupfer und Schwefel bearbeitet. Sie erzählte auch über die Hürden, die zu bestreiten waren. Die Produktpalette reicht von Würzmitteln bis zu Kosmetikartikel. Nach einem Gang durch den Kräutergarten servierte die Familie eine schmackhafte Brotzeit aus Bioprodukten.

 

Letzte Rast war das Ellwanger Landhotel Hirsch zur Abendeinkehr.

Auf dem Nachhauseweg bedankte sich der Geschäftsführer des Maschinenrings Reiner Müller bei allen Mitreisenden für das gute Miteinander sowie die sichere Fahrweise des Fahrers der Firma Ziegler, Andreas Rauschert.