Maschinenring-Senioren-Stammtisch im August

Am Samstagnachmittag, den 25. August findet im Rahmen des Erntefestes der beliebte Senioren-Stammtisch ab 13:30 Uhr in der Halle des Maschinenrings statt. Gleichzeitig und gemeinsam feiern wir die Sichelhenke mit der Firma Manz.

Wir freuen uns auf Ihren zahlreichen Besuch. Alle Maschinenring-Senioren sind herzlich eingeladen.

Besichtigung der Biomethananlage auf der Tauberhöhe

 

Immer mehr Landwirte steigen aus der Schweine- oder Rinderhaltung aus. Vielerlei Gründe sind dafür verantwortlich. Nicht nur die gerade nicht auskömmlichen Erzeugerpreise erleichtern den Schritt die Stalltüren dicht zu machen und zum „Geschlossenem System“ umzusteigen. Die gestiegenen Tierschutzanforderungen hätten in vielen Ferkelerzeugerbetrieben große bauliche Investitionen verlangt, die nicht rentabel gewesen wären. Solange die Fünftagekuh nicht erfunden ist, bleibt für viele potentielle Hofnachfolger die Viehhaltung wenig attraktiv. Mit der Viehhaltung sind jedoch ackerbauliche Vorteile verbunden, die ohne Nutztiere verloren gehen. Der Ackerfutterbau für die Rinder und Schweine ermöglicht eine breite Fruchtfolgegestaltung , die im reinen Ackerbaubetrieb schwieriger zu gestalten ist. Wie sollen die Wiesen ohne Raufutterfresser genutzt werden. Für diese viehlosen Betriebe ist die Beteiligung an der Biomethananlage in Elpersheim eine gute Lösung. Eine Biogasanlage arbeitet im Grundsatz wie ein riesiger Kuhmagen. Von Bakterien wird das angelieferte Substrat zu Methan verarbeitet. Die Landwirte ohne Vieh können weiterhin ihr Grünland nutzen und müssen es nicht mulchen und bringen das einst als Viehfutter benötigte Gras zur Vergärung in die Biomethananlage. Auch die Fruchtfolgegestaltung ist weiterhin vielfältig, weil nicht nur Mähdruschfrüchte angebaut werden müssen. Vor allem der Rapsanbau ist in den letzten Jahren produktionstechnisch schwieriger geworden, hier hilft der Maisanbau. Ohne Viecher gibt es auch keinen Mist. Die Biogasanlage dagegen liefert Biogasgülle und hilft beim Humusaufbau. Die viehstarken Betriebe ,die Festmist oder Gülle anliefern, nehmen nicht alle ihnen zustehenden Güllemengen zurück und vermeiden so Nährstoffüberschüsse auf ihren Feldern. Dagegen können die viehlosen Betriebe mehr Biogasgülle ausbringen. Es besteht auch das leicht zu widerlegende Vorurteil, mehrere Bauern könnte man nicht unter einen gemeinsamen Hut bringen. Hier arbeiten 37 Landwirte vertrauensvoll zusammen. Mit dem Bau einer gemeinsamen Großanlage wurde vermieden, dass viele Kleinanlagen entstanden. Diese Großanlage erfüllt die hohen Qualitätsstandards, die auch bei Industrieanlagen etwa bei der Gefahrenabwehr gesichert sind und in Kleinanlage aufwendiger zu gestalten sind. Zudem bietet die Anlage auch regionale Arbeitsplätze.

Die Senioren des Maschinenrings östlicher Tauberkreis besuchten die BioEnergie Tauberhöhe in Weikersheim zu einer Besichtigung der Biomethanlage. Die Geschäftsführer Eberhard Ehrmann und Hans-Richard Haas begrüßten die Senioren und führten in das Thema Biomethan ein. Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Im Gegensatz zur „Vor-Ort-Verstromung“ bietet die Biogasaufbereitung zu Biomethan und die nachfolgende Einspeisung in Erdgasnetze mehrere Vorteile. Durch die Nutzung des Biomethans am Ort eines hohen Wärmebedarfs trägt die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan dazu bei, den Anteil der extern nutzbaren Wärmeenergie deutlich zu erhöhen, was wiederum zu einer Steigerung der Gesamteffizienz bei der Biogasnutzung führt.

Als erstes stand ein Rundgang in der kompletten Anlage an. Die Senioren konnten die Anlage in Gruppen unter der Führung der Geschäftsführer und ein paar Gesellschaftern der BioEnergie Tauberhöhe inspizieren.

Die BioEnergie Tauberhöhe ist ein Zusammenschluss von 37 Gesellschaftern.

Die Leistung der Biomethananlage liegt bei 1,3 MW plus zweier 380 kw BHKWs die zur Erzeugung von Strom für den Regelenergiemarkt, zur Netzstabilität und durch ihre Abwärme zur Behälterheizung genutzt werden. Letztere laufen nur nach Bedarf oder wenn die Gaseinspeisung außer Betrieb ist. Hauptsächliche Aufgabe der BioEnergie Tauberhöhe ist es aber Biogas herzustellen, das auf Erdgasqualität aufbereitet wird und direkt ins Erdgasnetz eingespeist wird.

Die Substratgrundlage der BioEnergie Tauberhöhe bilden:

  1. 450 ha Silomais

  2. 350 ha Wiesen und Kleegras

  3. 300 GPS/Grünroggen/Zwischenfrüchte

  4. 2000 t Rindergülle

  5. 2000 t Festmist

Die Substrate werden von 80 – 90 Betrieben geliefert die in einer durchschnittlichen Entfernung von 6,3 km um die Anlage liegen.

 

Nach der Besichtigung bewirteten die Gesellschafter der Anlage die Senioren, mit Kaffee und Kuchen und einem Vesper in der Maschinenhalle von Eberhard Ehrmann. Hier gab es nun Zeit für Fragen und Diskussionen denen sich die beiden Geschäftsführer ausführlich stellten.

Der Erlös der Bewirtung geht an einen sozialen Zweck.

 

Tillmann Zeller

In zehn Jahren sehr viel erlebt

 

Ein kleines Jubiläum feierte der Maschinenring Östlicher Main-Tauber-Kreis in Hachtel. Die Seniorengruppe besteht seit zehn Jahren als Freundeskreis und blickt auf viele abwechslungsreiche Aktivitäten zurück.

Seit rund 40 Jahren gibt es den Maschinenring Östlicher Main-Tauber-Kreis und seit zehn Jahren besteht als Freundeskreis auch die Seniorengruppe. Das kleine Jubiläum wurde nun im Dorfgemeinschaftshaus im Bad Mergentheimer Stadtteil Hachtel gefeiert.

"Lacht und singt mal wieder" hieß das Motto, das der Vorstand mit Willy Müller aus Münster an der Spitze in die Wege geleitet hatte. Rückblick, frohe Unterhaltung, Liedvorträge der Ottmar-Mergenthaler-Sängerfreunde und eine abschließende Vesper erlebten die Maschinenring-Senioren. Eine besondere Note erhielt das fünfstündige Programm durch das seit 40 Jahren bekannte Gesangsduo Gretl und Franz, das im oberen Bezirk des Altkreises Mergentheim einen guten Namen hat.

Eröffnet wurde der Freudentag für die Senioren im Beisein von Alt-Landrat Georg Denzer mit einer Kaffeestunde, ehe Vorsitzender Willy Müller ein Glückwunschschreiben von OB Udo Glatthaar verlas. Darin wurde zum einen die stark rückläufige Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Stadtgebiet (1999 waren es noch 288, zehn Jahre später nur noch 177) erwähnt und zum anderen durfte der Maschinenring hohe Anerkennung entgegennehmen für seine Arbeit im Sinne der Landschaftspflege. Der Vorsitzende übermittelte ferner Grüße vom krankheitshalber verhinderten Landrat Frank, ehe er den umsichtigen Einsatz des "Hausherrn" Oskar Fritzmann würdigte, der mit den drei Hachteler Vereinen (Landfrauen, Sänger und Schützen) den Nachmittag mit rund 160 Besuchern im voll besetzten Gemeindesaal vorbereitet hatte.

Mit viel Beifall begrüßt wurde das Rothenburger Gesangsduo, das in seiner 40-jährigen "Amtszeit" rund 3000 Veranstaltungen auf zahlreichen Bühnen und Heimatfesten mitgestaltet hat. Hatte das Gesangspaar mit dem stimmungsvollen Lied von den alten Mühlen im Tal sein Programm eingeleitet, so durften die Gäste aus einer von den gastgebenden Hachteler Vereinen zusammengestellten Liedfolge aus zwölf Titeln auswählen, die von Gretl und Franz neben ihren Solovorträgen begleitet wurden.

Mit einem breit angelegten Querschnitt durch die Aktivitäten in den zehn Jahren machte Willy Müller die Vielfalt der Unternehmungen deutlich, mit denen die Maschinenring-Senioren allmonatlich unterwegs waren. Was mit regelmäßigen Stammtischtreffen begonnen hatte, wurde immer mehr zur Pflege der Gemeinschaft ausgeweitet. Weinproben, Besichtigungen, Genossenschafts- und Firmenbesuche, heimatkundliche Themen, das Kennenlernen von Firmen und ihrer Produkte, Brauereibesuche oder auch Ausflüge in das Maintal und nach Unterfranken gehörten zum Programm mit ständig zunehmender Teilnehmerzahl, wie Müller berichtete. "Die Ausflüge und Besichtigungen haben stets viel Spaß gemacht und wir waren ständig auf der Suche nach neuen Zielen", meinte der Seniorensprecher.

Ortsvorsteher Paul Brunner wertete in seinem Grußwort die Bedeutung des Maschinenrings für den ländlichen Raum und dankte dem Vorsitzenden und allen Mitwirkenden für den unterhaltsamen Nachmittag, ehe Karl Federolf mit einem eigenen Gedicht ein Loblied auf das Dorf samt Stimmungsbildern aus dem Ortsgeschehen mit seinen sechs Vereinen zum Besten gab.

Dankesworte für Willy Müller gab es samt Urkunde gleich mehrfach. Albert Stein vom Landturm berichtete von 180 Vorbereitungsgesprächen für die rund 100 Unternehmungen des Maschinenrings bei der Übergabe einer Urkunde. Ferner würdigte Karl Ruck aus Wachbach als Vorstandsmitglied das Wirken des verdienstvollen Vorsitzenden und seiner Frau im Hintergrund mit einer Urkunde.

Alt-Landrat Georg Denzer wartete sportlich-elegant mit humorvollen Betrachtungen zum Maschinenring-Geschehen auf, sang sogar ein ungarisch angehauchtes Solo und dann gab es gebündelten Dank, Präsente und Blumen an die Mitwirkenden. Eine Programmvorschau für die kommenden Wochen (darunter auch ein Ausflug in die baltischen Länder) und die Einladung zum Hachteler Dorffest am 5./6. Juli ließen spüren, dass der Maschinenring eine Gemeinschaft ist, die ganzjährig interessante Themen bietet zur Freude der Senioren.

Einen stimmungsvollen Schlusspunkt setzten die Ottmar Mergenthaler-Sängerfreunde unter Leitung von Josef Ehrmann.

 

Text: Ludwig Hammer