Seine 43. Mitgliederversammlung feierte der Maschinenring Östlicher Tauberkreis in Laudenbach.

Viele der über 828 Mitglieder und viele Ehrengäste waren gekommen um einen vielfältigen und spannenden Abend zu erleben. Vorstand Reinhard Friedrich gab in seiner Begrüßung einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, dessen Vegetation durch den Spätfrost im April geprägt war. Eine zunehmende Herausforderung stelle die Digitalisierung der Landwirtschaft dar.

Verabschiedet wurden die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen Anita Landwehr und Rosa Krauthahn. Reinhard Friedrich konnte den Geschäftsführer Reiner Müller zusammen mit Ehefrau Heike für 15 Jahre erfolgreiche und engagierte Leitung des Maschinenrings ehren, der trotz eines weitergehenden Strukturwandels in der Landwirtschaft seine Mitgliederzahl und Umsatz festigen kann.

Seit zehn Jahren gehören Maximilian Engewald, Ute Schmidt und 20 Jahre Irmgard Pfeiffer als Betriebshelfer/innen dazu und für anspruchsvolle Einsätze bereit. Sie alle wurden durch den Vorstand Reinhard Friedrich und Geschäftsführer Reiner Müller geehrt. “Es braucht gewöhnliche Menschen, um Außergewöhnliches zu tun“ unterstrich Müller.

Um Ihnen zu helfen, haben wir die Kernziele unseres Maschinenrings und seiner Töchter zielstrebig weiterentwickelt“ machte Reiner Müller in seinem Geschäftsbericht klar. Die Einsparung von (Maschinen-)Kosten, die  Maschinenvermittlung, der Maschinenverleih, die Betriebs- und Haushaltshilfe mit Personaldienstleistungen, die Schaffung von Zuerwerb und mehr Dienstleistungen, sichere Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter- / innen, die Weiterbildung durch Veranstaltungen, Infofahrten und Reisen, ein aktives Vereinsleben mit geselligen Veranstaltungen und der Ausbau unseres Maschinenangebotes dienen diesen Zielen.

Der Maschinenring ist auf vielen Feldern aktiv. Müller nannte die umweltfreundliche, schlagkräftige Ausbringung von Gülle im Rahmen der Gülleverteilgemeinschaft Hohenlohe-Tauber mit dem Schleppschlauchfass. Dazu kommen die Aussaat von Rüben, Mais und Getreide, der Pflanzenschutz, der Mähdrusch von Getreide, Raps, Mais und Sonnenblumen, die Traubenernte, die Bodenbearbeitung und die Vermittlung von Maschinen für die Landschaftspflege, Kleingeräte, Holzspalter, Aufbereitung Hackschnitzel und Miststreuer. Gut angenommen wird die umweltfreundliche Bekämpfung des Maiszünslers. Mit Drohnen werden die Nützlinge Trichogramma ausgebracht. Ein wichtiges Arbeitsfeld des Maschinenrings ist die Landschaftspflege sowohl bei der Stadt Bad Mergentheim, dem Schlosspark Weikersheim, der Hohenloher Wasserversorgung, privat und an den Taubertalhängen. Sowohl die Betriebshelfer als auch die 21 Landwirte, die unsere Kulturlandschaft des Taubertals von Archshofen bis Wertheim pflegen, brauchen neue Kollegen. Vier  Kompostplätze und Recyclinghöfe im Kreis werden vom MR betreut und auf 65 Objekten wurde der Winterdienst durchgeführt. Ungefähr 36000 Arbeitsstunden leisteten 12 männliche Betriebshelfer, 14 Helferinnen und die 7 MRS – Mitarbeiter. „Neben unseren 38 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet der Maschinenring mit seinen Tochterunternehmen weiteren 91 Personen, davon 45 geringfügig Beschäftigten, einen interessanten Zuerwerb, wobei der innerbetriebliche Maschineneinsatz nicht berücksichtigt ist,“ hob Müller hervor.

Die Arbeit als Betriebshelferin/Betriebshelfer ist oft nicht einfach und erfordert viel Fleiß, Einsatzbereitschaft und Flexibilität. Wir sind froh, dass wir so viele bewährte Helferinnen und Helfer bei uns haben“ freute sich der Geschäftsführer.“ Ganz herzlich begrüßen wir unsere neue Mitarbeiterin Ursula Hammel aus Archshofen und unsere neue Mitarbeiterin in der Familien- und hahshaltshilfe GmbH, Kerstin Stadtmüller aus Frickenhausen sowie unseren Betriebshelfer Carsten Bullmer aus Wässerndorf.

Die Betriebshelferinnen/Betriebshelfer haben mit ihren Einsätzen vielen Familien und landwirtschaftlichen Betrieben tatkräftig geholfen und sind damit ein sehr wichtiges Standbein unseres Maschinenrings. Der Maschinenring tut sehr viel, damit die Mitglieder ihren Horizont erweitern, sich fortbilden und sich besser kennen lernen. Viele Fahrten für Jung und Alt wurden organisiert, darunter eine Flugreise nach Kroatien, sieben Tagesfahrten, zwei Seniorenfahrten und ein Betriebsausflug. „Sowohl die monatlichen Stammtische als auch die Seniorenausflüge werden von unseren Mitgliedern sehr gut angenommen“ freute sich Müller. Auch die Homepage erfuhr eine große Nachfrage.

Joachim Klein als Assistent der Geschäftsleitung stellte in seinem Part seine Hauptaufgabenbereiche vor. Im vergangenen Jahr durften wir viele kleinere und größere Veränderungen in Gartenanlagen aller Art vornehmen. Unser Dienstleistungsspektrum reicht vom Terrassenbau, über Natursteinarbeiten aller Art bis hin zur fertigen Bepflanzung. Ein Hauptaufgabenbereich ist bei uns die Landschaftspflege“ zeigte er auf.  „Wir können stolz sagen, dass der Maschinenring im ganzen Kreis die unterschiedlichsten Gebiete pflegt und so kommen neben der klassischen Handarbeit auch immer mehr Maschinen zum Einsatz – sofern es das Gelände natürlich erlaubt.

Aber nicht nur in der Landschaftspflege wurde investiert. So haben wir auch 2017 wieder viele Maschinen und Geräte ausgetauscht, angemietet oder neu angeschafft“ bilanzierte Klein. Die neue Mietstation auf der Bioenenergie Tauberhöhe wird gut angenommen. Die Abwicklung bleibt gleich wie bisher über die Geschäftsstelle in Münster.Viele positive Synergieeffekte ergeben sich.Eine wesentliche technische Veränderung kann über den Maschinenring genutzt werden. „Auf der Feldarbeit nicht mehr lenken müssen. Auf den neuen Schlepper wurde ein RTK- Spurführungssystem eingebaut, dass bis zu 2 cm genaues Fahren ermöglicht“ .Neu ist auch die MR-Mietmaschinen-App, damit können ab Mitte April 100 Mietmaschinen digital gebucht werden.

Stolz ist der Maschinenring, dass er mit seiner schlagkräftigen Gülletechnik auch die strengen Anforderungen der novellierten Düngeverordnung erfüllen kann.Zudem können jetzt zwei Güllefässer gemietet werden.

Reiner Müller konnte abschließend einen Überblick über aktuelle Aktivitäten und geplante Veranstaltungen geben. So findet am 25 und 26.08 wieder das Maschinenring Erntefest statt.

Angesichts dieses zufriedenstellenden Berichts konnten die Regularien mit  Kassenbericht, Kassenprüfung  und die Entlastung durch den Leiter des Landwirtschaftsamtes Meinhard Stärkel zügig abgewickelt werden. Bürgermeisterstellvertreter Norbert Beck bedauerte in seinem Grußwort, dass die hohen Leistungen der Landwirte von der Öffentlichkeit nicht anerkannt würden und dies zu berechtigtem Frust bei Auszubildenden in der Landwirtschaft führe. Die Landesvorsitzende der Maschinenringe Charlotte Landes berichtete von den vielen Anregungen, welche die 28 Ringe im Ländle einander vermitteln.

Tillmann Zeller